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Dietmar Winkels ist der Bürgermeister-Kandidat der Willicher SPD bei der Kommunalwahl am 13. September. Winkels, der derzeit auch im Willicher Rat ein Mandat hat, wurde mit 33 Stimmen – und somit fast einstimmig – bei der Mitgliederversammlung der Sozialdemokraten in der Gaststätte Schmitz-Mönk gewählt. Schon im Oktober 2019 hatten die Sozialdemokraten ihn als Kandidaten vorgestellt – jetzt hat die Partei auch die rechtlich vorgeschriebenen Schritte abgearbeitet.

„Ja, ich kann Bürgermeister; ja, ich will Bürgermeister – und mit eurer Stimme werde ich Bürgermeister von Willich“ – so der 66-jährige Winkels bei seiner Vorstellung in der Mitgliederversammlung. Er habe seinen Schritt seit längerem gründlich überlegt und mit Familie, Freunden sowie Parteigenossen lange gesprochen.

Dietmar Winkels lebt seit 27 Jahren in Willich und ist seit 38 Jahren mit seiner Frau Vera („der besten Ehefrau der Welt“) verheiratet. Beide haben vier erwachsene Töchter, ein Sohn ist bereits vor vielen Jahren verstorben. Nach einer Ausbildung zum Starkstromelektriker machte er sein Fachabitur, war Zeitsoldat, machte Ausbildungen / Studium zum Erzieher und Heilpädagogen sowie zum Diplom-Sozialpädagogen und leitete 38 Jahre eine Einrichtung der Jugendhilfe Rheinland.

Er komme aus einer SPD-geprägten Familie, beschrieb Winkels, der in Hohenlimburg (Sauerland) geboren wurde. „Mein Vater war von Willy Brandt sehr angetan und hat immer wieder den Zusammenhalt und den hohen sozialen Aspekt einer Gesellschaft in den Vordergrund gestellt. Ich glaube das mich dieser soziale Aspekt sehr geformt hat und ich auch bei meinem politischen Tun immer wieder in diese Bereiche eintauche“.

Die Buchstaben des Wortes „Bürgermeister“ hinterlegte er mit Überzeugungen:

  • Bürgerbeteiligung
  • Überzeugungsarbeit
  • Respekt vor jedem Menschen
  • erfolgreiche Stadt (etwa im Freizeitbereich)
  • Miete (50 % bezahlbaren Wohnraum schaffen).
  • Inklusion
  • …bis: Ruhe bewahren

Er werde alles dafür geben, Bürgermeister zu werden, so Winkels nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses. Genauso war ihm aber auch wichtig: „Wir müssen aber für die SPD ein gutes Wahlergebnis erzielen“.

Siegessicher hatte sich der Parteivorsitzende Lukas Maaßen zuvor bei der Vorstellung Winkels` gezeigt: „Wir können Stadtgeschichte schreiben … wir wählen den neuen Bürgermeister von Willich.“

Einstimmig wurde das „großartige Wahlprogramm“ (so Parteivorsitzender Lukas Maaßen), das die SPD in den vergangenen Monaten erarbeitet hatte, von den Anwesenden verabschiedet.

Wichtige Punkte der Sozialdemokraten unter anderem ein besseres Fahrradwegenetz, die Verlängerung der Regio-Bahn S28 – verbunden mit einer guten Anbindung der künftigen Haltestelle an den ÖPNV in Willich. Letzterer Teil war eine Ergänzung von Fritz-Joachim Kock in der Sitzung. Im Bereich Digitalisierung möchte die SPD die flächendeckende Versorgung mit W-LAN oder ein digitales Buchungsportal für die Schlossfestspiele Neersen erreichen.

Für den Bereich „Wohnen“ fordert sie eine städtische Wohnungsbaugesellschaft sowie die Förderung des genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Zudem besteht sie auf einem Ärztehaus und im Bereich Bildung auf Beitragsfreiheit für Kita, Tagespflege, OGS und Schule von acht bis eins. Weiterhin sollten die kulturtreibenden Vereine in der Stadt mit den OGS intensiver zusammenarbeiten. Für junge Erwachsene sollten Treffpunkte in allen Stadtteilen eingerichtet und die Freizeitangebote (Programmkino, Proberäume…) ausgebaut werden.