In der letzten Ratssitzung wurde einstimmig beschlossen, die Gebühren für die Offene Ganztagsschule (OGS) und die 8-1-Betreuung auch für die Monate Februar bis Mai dieses Jahres nicht zu erheben. Damit wurde eine Forderung der SPD-Fraktion teilweise umgesetzt. „Es ist richtig und angebracht, dass die Familien in Willich an dieser Stelle entlastet werden“, freut sich Hendrik Pempelfort, Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss für Schule und Bildung.

Durch die Corona-Pandemie konnte die OGS nicht im gewohnten Umfang genutzt werden. Aus diesem Grund haben sich die Willicher Sozialdemokraten lange dafür eingesetzt, dass keine Gebühren erhoben werden. „Gut Ding will Weile haben – das hat sich auch hier bewährt. Wir sind bei unserer Position geblieben und haben sie Sitzung für Sitzung erneut auf die Tagesordnung gebracht. Jetzt endlich gibt es den politischen Beschluss“, so Pempelfort weiter.

Auch die Nutzung der Kindertageseinrichtungen und Tagespflege waren nur eingeschränkt möglich. Die Auslastung lag in den vergangenen Monaten laut Stadtverwaltung bei 70 – 80 Prozent, doch die gebuchten Stundenkontingente wurden pauschal um 10 Stunden pro Woche gekürzt. Trotzdem heißt es jetzt volle Bezahlung bei eingeschränkter Leistung. Eine politische Mehrheit für eine finanzielle Entlastung im Kita-Bereich ließ sich jedoch nicht finden. „Auch an dieser Stelle wäre eine Entlastung fair gewesen. Damit hätten wir vielen Familien echte Wertschätzung entgegenbringen und unseren Respekt ausdrücken können“, erklärt Fraktionsvorsitzender Lukas Maaßen. Die SPD-Fraktion nahm den Tagesordnungspunkt zum Anlass, um ihr mittelfristiges Ziel der Beitragsfreiheit in Willich zu bekräftigen. „Wir lassen nicht locker, bis frühkindliche Bildung in Willich für alle beitragsfrei ist. Das ist für uns eine Frage des Prinzips“, so Maaßen.