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Stadtrat beschließt: 450.000 Euro für Pumptrack-Anlage

von Willich erleben

Der Willicher Rat hat 450.000 Euro für Planung und Bau einer „Pumptrack-Anlage“ in den Haushalt 2022 eingestellt – auf Antrag der FDP mit Sperrvermerk.

Der Hintergrund: Auf solchen Anlagen oder im Gelände betreiben vor allem Jugendliche mit Fahrrad-Spezialkonstruktionen ihren Sport – vergleichbar mit BMX-Rädern. Vor mehreren Jahren hatten Jugendliche im „Klosterwäldchen“ am St. Bernhard-Gymnasium eine natürliche Anlage für den Sport angelegt. Die Stadt hatte sie aus rechtlichen Gründen aber im Frühjahr 2021 abbauen müssen. Seither gibt es gemeinsame Bestrebungen für eine Alternative.

Vor der Ratssitzung am Mittwochabend (26.01.) hatte eine Gruppe von rund 30 Jugendlichen Bürgermeister Christian Pakusch eine Liste mit knapp 840 Unterschriften übergeben, um zu erreichen, dass die Anlage weiter geplant und gebaut wird. Der Ratsentscheid bedeutet nicht, dass die 450.000 Euro in diesem Jahr vollständig ausgegeben werden. Die Anlage wird jetzt erst einmal mit den Jugendlichen weiter geplant und dazu wird ein pädagogisches Konzept entwickelt. Bis die Bauarbeiten beginnen, wird noch einige Zeit verstreichen.

Nach der Verabschiedung des Haushaltes äußerten sich mehrere Politiker: Lukas Maaßen (SPD) fand die Geschwindigkeit der Umsetzung, für die sich Bürgermeister Pakusch stark gemacht hatte, „bemerkenswert“. Die SPD habe bereits vor acht Jahren outdoor-Fitnessplätze beantragt, der Sperrvermerk habe seither Bestand. Dr. Paul Schrömbges (CDU) nannte den verwaltungsrechtlichen „Sperrvermerk“ unglücklich. Er bat darum, die Jugendlichen pädagogisch und in den Ausschüssen einzubinden, zumal die Ratsmitglieder ja doch eher älter seien und diese Sportart nicht betrieben… Manuel Zach (Grüne) betonte, dass es im Moment erst um das Konzept gehe. Die FPD habe den Sperrvermerk gewünscht, um eventuell günstigere Optionen zu finden, so Karl-Heinz-Koch.

Die jungen Leute hatten die rund dreistündige Ratssitzung abgewartet und verfolgten die Abstimmung in der Jakob-Frantzen-Halle konzentriert. Sie applaudierten angesichts der Äußerungen mehrfach.

Die geeignete Fläche ist schon gefunden – ein Feld zwischen dem Sportplatz Siedlerallee und dem Bolzplatzweg, das zum Sportplatz gehört. Weil aber die Stadt die Anlage baut, muss sie aus Versicherungsgründen allen baulichen Normen entsprechen – und das kostet. Die Stadt wird jetzt auch versuchen, Fördermittel für das Projekt zu bekommen.

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