Der Kreis Viersen registriert steigende Infektionszahlen, die zunehmend auf Urlaubsrückkehrer zurückzuführen sind. Auch in der Stadt Willich ist die Zahl der akut Infizierten auf 10 Personen gestiegen (Stand 28:07.). Aus diesem Grund weist der Kreis ausdrücklich darauf hin, dass bei der Rückkehr aus Risikogebieten eine 14-tägige Quarantäne einzuhalten und das örtliche Gesundheitsamt zu informieren ist. Eine Befreiung von der Quarantäne kann vom Gesundheitsamt ausgesprochen werden bei Vorlage eines negativen Testergebnisses.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat mit einer erweiterten Bekanntmachung zur Veranlassung von Testungen auf SARS-CoV-2 für Einreisende bzw. Reiserückkehrer aus Risikogebieten reagiert. Diese Regelungen sind gültig seit dem 25. Juli. Ob es sich um ein Risikogebiet handelt, legt das Robert-Koch-Institut (RKI) fest. Kehrt demnach eine Person aus einem Land zurück, das am Tag der Ankunft in NRW als Risikogebiet vom RKI eingestuft ist, besteht Quarantänepflicht.

Wer aus einem Risikogebiet auf dem Luftweg zurückkehrt, kann sich an Testzentren in den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Münster/Osnabrück kostenlos testen lassen. Für Rückkehrer auf dem Landweg besteht die Möglichkeit, sich in Testzentren oder Vertragsarztpraxen kostenlos testen zu lassen. Welche Praxen zu den Vertragsarztpraxen zählen, kann bei der Kassenärztlichen Vereinigung erfragt werden. Testungen bei Hausärzten, die nicht zu den Vertragspraxen gehören, sind nicht kostenlos im Sinne der oben genannten Vereinbarung.

Landrat Dr. Andreas Coenen erklärt: “ Wir bitten die Menschen, weiterhin auf die Abstands- und Hygieneregeln zu achten. So lange keine Impfungen möglich sind, sollten wir alles unternehmen, um steigende Infektionszahlen zu vermeiden.“

Dr. Barbara Nieters, Leiterin des Gesundheitsamtes des Kreises Viersen, ergänzt: „Wegen der Kontakte im Urlaub, aber auch wegen der Lockerungen bei privaten Feiern, Kontakten beim Sport oder auch in größeren Menschenansammlungen kann sich das Virus leichter ausbreiten. Das sehen wir bereits an den aktuell steigenden Fallzahlen, auch im Kreis.“