Sturheit der Initiative „Pro Kugelahorm am Willicher Markt“ gefährdet das Leben der Kugelahorne, die Entwicklung des Ortskerns und das demokratische Miteinander in Willich

Marktplatz Alt-Willich

Die Bürgerinitiative, welche die Kugelahorne auf dem Marktplatz in Alt-Willich erhalten will, stellt offenbar auf stur: Sie will den Kompromiss der Willicher Politik, die Bäume umzupflanzen, nicht annehmen. Damit könnte sie der Stadt Willich, der demokratischen Kultur und sogar den Bäumen selbst großen Schaden zufügen – so meine Befürchtung!


Sturheit gefährdet das Leben der Bäume:

Alle vier Willicher Fraktionen hatten der Initiative im Planungsausschuss (Sitzung am 22.09.) angeboten, die 20 Bäume an einen neuen Standort zu verpflanzen. Damit ist ein Ziel der Initiative erreicht: Die Ahorne werden nicht gefällt, sondern können weiterleben. Dies müsste im Sinne des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) sein, der hinter der Initiative steht. Doch wenn diese am Bürgerentscheid festhält und die Willicher Bürger sich nicht für den Erhalt aussprechen, werden die Bäume gefällt, so wie die aktuelle Planung es vorsieht. Das kann nicht im Sinne der Initiative und des BUND sein, der als Umweltverband anerkannt ist und ernstgenommen werden möchte.


Sturheit kann der Stadt Willich schaden:

Der Initiative scheint es also nicht um das Leben der Bäume zu gehen, sonst würde sie den Kompromiss aller Fraktionen im Stadtrat annehmen. Offenbar geht es der Initiative um etwas anderes, nämlich darum, die Umgestaltung des Willicher Markts zu verhindern. Denn sie weiß: Wenn sie den Bürgerentscheid einfordert, werden alle Planungen gestoppt, bis der Entscheid durchgeführt wurde. Und da die Fördermittel für die Neugestaltung des Marktplatzes bis Dezember beantragt werden müssten, entsteht der Stadt Willich großer Schaden. Alle Fraktionen, die im Rat Verantwortung für diese Stadt tragen, haben das erkannt und einen Kompromiss angeboten. Die Initiative dagegen ist sich dieser Verantwortung offenbar nicht bewusst. So zumindest meine Wahrnehmung.


Sturheit gefährdet demokratisches Miteinander:

Es ist das gute Recht aller Willicher Bürger, sich über die Beteiligungsverfahren, die es so gibt, zu engagieren: Bürgerbegehen und Bürgerentscheid sind gute Mittel, um sich an der Politik in Willich aktiv zu beteiligen. Alle Fraktionen im Stadtrat werden nicht müde zu betonen das sie sich freuen, wenn sich viele Willicher Bürger einbringen. Eine Initiative hat dabei oft nur ein einzelnes Interesse im Blick, was auch ihr gutes Recht ist. Mit reiner Sturheit aber kann sie sich in der derzeitigen Lage gegen die Meinung der Mehrheit hinwegsetzen und das demokratische Miteinander gefährden. Es wurde mit Mehrheit entschieden, den Marktplatz autofrei zu gestalten – diese demokratische Beteiligung setzt die Ahorn-Initiative aufs Spiel. Es gab einen langen transparenten Beteiligungsprozess für die Umgestaltung des Marktplatzes. Viele Bürger haben sich in der Stadtschmiede oder auf anderen Wegen engagiert – dieses demokratische Engagement setzt die Ahorn-Initiative nun aufs Spiel. Und mit abfälligen Äußerungen über demokratisch gewählte Willicher Lokalpolitiker gefährdet sie das demokratische und ehrenamtliche politische Engagement in unserer Stadt.