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Es war das Spiel der Spiele für die 1. Herrenmannschaft des TC Schiefbahn: das Heimspiel gegen den TK 78 Oberhausen war so etwas wie das vorgezogene Finale der Saison in der 2. Verbandsliga.

Und daran bestand in den neun Krimis des gestrigen Tages kein Zweifel. Bis spät in den Abend zogen sich die Matches und bis zuletzt war der Ausgang offen. Den zahlreichen Zuschauern bot sich der vielleicht hochklassigste und spannendste Spieltag in der Geschichte des TCS.

Man hatte sich viel vorgenommen für das Spiel gegen die Truppe aus Oberhausen, aber auch eine ganze Menge Demut war zu spüren. Dabei ging es für beide Teams um alles: den Aufstieg in die erste Verbandsliga des Tennis-Verband Niederrhein.

Bei bestem Tenniswetter fanden sich zahlreiche tennisbegeisterte Zuschauer ab 14.00 Uhr auf der Terrasse des TCS ein. Und keiner von Ihnen konnte sich vor der einbrechenden Dunkelheit von dem losreißen, was auf den Plätzen geboten wurde: technisch und emotional hochklassiges Tennis in sämtlich heiß umkämpften Partien, die oft erst in den letzten Minuten entschieden werden konnten. Und so strömten nach und nach auch immer mehr Zuschauer auf das Gelände des TC Schiefbahn – es lag etwas in der Luft.

Nach den Einzeln war der Ausgang des Spieltags immer noch völlig offen: mit 3:3 konnte sich keines der Teams in Vorteil bringen. Die Doppel mussten die Entscheidung bringen. Und auch die Doppel verliefen ausgeglichen, mit wechselnden Vorteilen für jeweils die eine oder die andere Seite. Spätestens ab 19.00 Uhr waren sämtliche Gespräche auf der Terrasse eingestellt und alle Zuschauer hingen an dem Geschehen auf den Plätzen. Mit einer brutalen Leistung gelang es nahezu zeitgleich bei den Partien Max Klosterberg/Diego Becker und Leon Betram/Moritz Gisy, sich gegen die Gäste aus Oberhausen zu behaupten. Die Nerven und der Wille waren am Ende entscheidend.

Das dritte Doppel wurde von Clemens Klosterberg/Marvin Köhler nach Abgabe des ersten Satzes noch in den Champions-Tiebreak geführt, den die Oberhauser jedoch aufgrund der beiden Niederlagen in den anderen Doppeln aufgaben. Der Spieltag ging somit mit 6:3 an den TCS. Die Leistung, der Kampf und der Wille des Schiefbahner Teams war phänomenal und der Jubel zeugte von der Anspannung, die sich nach den intensiven Matches löste. Der TC Schiefbahn steht nun am letzten Spieltag (05.09.2020 in Solingen) nur einen Schritt vor dem Aufstieg: mit dem Solinger TC 02 wartet der Tabellenzweite auf das Schiefbahner Team.

Die Termine werden auch auf der Homepage des TC Schiefbahn (https://www.tc-schiefbahn.de/) veröffentlicht.