Melanie „Tortenwichtel“ Schröder: süße Tortenkunst aus Willich inkl. Bilder vom „making of“

Titelbild Making of Tortenwichtel

„Backen ist das, was ich am liebsten mache“ – und aus diesem Hobby hat der Willicher „Tortenwichtel“ Melanie Schröder eine eigene Geschäftsidee entwickelt – die jetzt schon beachtlichen Erfolg hat. In ihrer „Mini-Backstube“, die ordnungsgemäß vom Lebensmittelamt genehmigt ist, hat sie ihre Torten- Manufaktur „Tortenwichtel“ eröffnet.

Sie entwirft, backt und dekoriert Geburtstags-, Fest- und Hochzeitstorten – in mehreren Ebenen, rund, quadratisch, in Herzform… Außerdem ist sie eine Expertin für die kleinen süßen Verführungen für jeden Anlass und zwischendurch: Cake Pops am Stiel, Mini- und normale Cupcakes oder Muffins – und an dieser Stelle herrscht schon mal Erklärungsbedarf für den Backstuben-Neuling aus der Redaktion von „Willich erleben“: Was bitte ist der Unterschied zwischen einem Cup Cake und einem Muffin? „Ganz einfach: Ein Cup Cake kann man sich vorstellen wie kleine verzierte Miniatur-Törtchen. Obenauf kommt ein sogenanntes Topping mit verschiedensten Verzierungen. Muffins werden in der Regel gar nicht oder nicht aufwändig dekoriert“, erklärt die Torten-Fachfrau.

Für jeden Anlass eine leckere Torte

Die erste zweistöckige Torte hatte sie vor einigen Jahren für ihre eigenen Eltern gemacht. Heute sind ihre Torten-Kunden Hochzeitspaare, Eltern, die eine individuelle Kommunion- oder Geburtstagstorte für den Nachwuchs möchten, Freundesgruppen, die ein Geschenk für einen besonderen Anlass bestellen, oder Firmen, die ein Jubiläum oder eine Präsentation feiern.

Jede Torte oder Cup Cake-Bestellung wird sorgfältig mit dem Kunden durchgesprochen, um sicher zu sein, dass die Dekoration auch dem Anlass entspricht. Nach dem Auftrag zeichnet Melanie Schröder die Entwürfe und bespricht sie noch einmal mit dem Kunden.

Die Produktion verläuft dann in zwei Schritten: Die Kunden wählen den Teig und die Füllung aus den verschiedensten Rezepten: So gibt es dunklen und hellen Rührteig oder Kokos-Teig und Vollmilch-, Raffaelo- oder Giotto-Füllungen. „Bei Cupcakes und Muffins sind Toffee/Caramel oder Apfel-Mandelteig sehr beliebt“, ergänzt Melanie Schröder. Der Kuchen wird nach dem Backen mit Creme gefüllt, kühlt gründlich im Kühlschrank durch und wird dann erst „eingedeckt“ und dekoriert. Dabei arbeitet der „Tortenwichtel“ immer mit Fondantmasse, die sie selber einfärbt. Zuerst erhalten die Torten-Etagen jeweils einen Fondant-Mantel: Der Kuchen wird mit Buttercreme sehr sorgfältig glatt eingestrichen, „das ist das wichtigste“, dann wird der Fondant-Mantel darüber gelegt und ebenfalls glatt gestrichten. Danach beginnt die Arbeit mit den unterschiedlichsten Verzierungen.

Bei unserer „Willich erleben“-Jubiläumstorte hat sie sich für ein buntes Dekor entschieden – „denn die Themen, die ihr bringt, sind ja auch ganz bunt und vielfältig aus ganz Willich“, erklärt sie. Alle Deko-Elemente stellt sie selber her, dazu hat sie eine Riesenauswahl an Streuseln oder Zuckerperlen. Bei der Herstellung der Deko-Elemente ist Ehemann Denis eine engagierte Hilfe: Für unsere Torte wird er zum Perlen-Beauftragten ernannt: „Ich brauche ganz viele in allen Fondant-Farben“, so die Bitte an ihn – und damit ist er schon mal eine Stunde locker beschäftigt. Melanie Schröder selber macht sich an die Herstellung der blauen Schleife und der einzelnen Buchstaben für den Schriftzug.

Eine andere Alternative: Bunte Bilder, die über einen Lebensmitteldrucker hergestellt werden. Auf diesem Weg stellt sie auch den viereckigen Wimpel auf unserer Torte her.

Bis eine Torte fertig dekoriert ist, gehen etliche Stunden ins Land, denn Melanie Schröder ist für ihre Kunden eine Perfektionistin: „Die Torten gehören ja immer zu einem besonderen Tag und sollen eine besondere Erinnerung sein“, meint sie.

Mini-Kuchen – bunt und süß

Auch die immer beliebteren Mini-Kuchen gibt es bei Melanie Schröder für jeden Anlass und in beliebiger Stückzahl. „Die sind zum Beispiel toll für Kinder – dann kann ich mit einer Gespenster-Deko oder mit anderen Motiven etwa mit Bezug zum Hobby, zum Lieblingsmärchen… arbeiten.“ Wir dürfen die extra für uns hergestellten Willich erleben-Mini-Cupcakes probieren – und schon der erste Bissen überzeugt uns: einfach lecker und bitte nicht an die Kalorien denken… prosaisches Geld- oder Gutschein-Geschenk zu etwas Besonderem zu machen, daher gibt es sie ab 4 Stück in einer Packung.

Frühzeitig planen

Bei Hochzeitstorten empfiehlt sie den Interessenten, sich rechtzeitig – am besten ein Jahr im Voraus – mit ihr in Verbindung zu setzen, damit sie den Termin fest zusichern und einplanen kann, denn die Nachfrage ist groß. Sie bietet ein „Kuchen-Probeessen“ an – mit zwei verschiedenen Kuchenteigen und zwei Füllungen. Erst danach geht es in die entscheidende Planungsphase. Die fertigen Torten liefert sie zum Ort des Hochzeits-Essen, „darum brauchen sich die Brautpaare nicht auch noch kümmern“, meint Melanie Schröder.

In ihrem ersten Jahr als Tortenwichtel haben nicht nur die Kunden viele besondere Torten zu besonderen Anlässen bekommen, sondern sie selber hat auch viel Positives erfahren: „Ich habe viele super liebe Menschen kennen gelernt. Wenn ich die Freude in den Gesichtern sehe, ist das toll. Ein paar Mal habe ich auch Danksagungen nach der Hochzeit bekommen“, freut sie sich. Infos auf www.tortenwichtel.de – und für die Kontaktaufnahme dann einfach eine E-Mail schicken oder anrufen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 01/2016 von „Willich erleben – Das Magazin“