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Alle Löschzüge aus Willich sowie Unterstützungseinheiten aus Kreis Viersen und Krefeld im Einsatz.

Am Samstagnachmittag (15.08.) , gegen 15:45 Uhr, zog ein Starkregengebiet über das Stadtgebiet von Willich. Innerhalb weniger Minuten waren Straßen überflutet und Keller vollgelaufen, so dass ab 16:00 Uhr Alarm für alle Löschzüge der Feuerwehr Stadt Willich ausgelöst und der Stabsraum in Schiefbahn besetzt wurde.

Schwerpunkt des unwetteratigen Starkregens war Alt-Willich und hier besonders die Wohngebiete ab dem Kreisverkehr Bahnstraße ortsauswärts in Richtung Gewerbegebiet Münchheide. Hier mussten bis zum Abend (Stand 20:30 Uhr) etwa 120 Einsatzstellen abgearbeitet werden. In fast allen Fällen handelte es sich um vollgelaufene Kellerräume und Tiefgaragen bzw. tiefergelegene Wohnräume.

Aufgrund der Vielzahl der Einsatzstellen, welche nicht alle zeitgleich abgearbeitet werden konnten, wurden Unterstützungskräfte aus den umliegenden Wehren aus Nettetal, Kempen, Grefrath sowie der Feuerwehr Krefeld angefordert.

Ein Regenrückhaltebecken im Bereich Münchheide drohte zudem überzulaufen. Hier sind Kräfte aus Nettetal und der Feuerwehr Krefeld im Einsatz, um das Wasser abzupumpen.

In Schiefbahn mussten lediglich 10 Einsatzstellen abgearbeitet werden, während die anderen Stadteile mit einem blauen Auge davonkamen.

Während des Unwetters gab es auf der Straße „Klein Kempen“ zudem einen Stromunfall. Bei Bohrarbeiten hatte ein Hausbewohner mit einem Bohrgerät ein Loch in den Vorgarten bohren wollen, damit das Wasser besser abfließen kann. Dabei bohrte er ein Stromkabel an und erlitt dadurch einen Stromschlag. Eine daneben stehende Person wurde ebenfalls durch den Stromschlag verletzt. Beide Personen wurden nach notärztlicher Behandlung einem Krankenhaus zugeführt.

Bei einem weiteren Unfall wurden auf der Goethestraße vier Personen verletzt. Diese erlitten eine Kohlenmonoxidvergiftung, da die Bewohner im Keller ein Notstromaggregat laufen hatte, um mit diesem Pumpen zu betreiben. Auch sie wurden einem Krankenhaus zugeführt.

Einsatzende wird für alle Kräfte war gegen Mitternacht.