Vatikan: Heiligsprechung mit Bezug zu Willich

Heilig-Heiligsprechung-Orden-Willich

Erfreut hat jetzt Willichs Bürgermeister Josef Heyes auf die Heiligsprechung von Schwester Katharina Kaspar (1820-1898), Gründerin des Ordens der Dernbacher Schwestern, reagiert: „Sie gründete den Orden, dem die Schwestern des Willicher Krankenhauses angehörten.“ Noch vor einigen Wochen habe sich, so Heyes weiter, die aktuelle Ordensleiterin bei ihm für die Pflege der Grabstätte der Schwestern auf dem Willicher Friedhof bedankt.

Das Hospital wurde 1872 an der Bahnstraße errichtet; die Grundidee zum Bau eines Hospitals stammte vom Willicher Pfarrer Franz Bayertz, der für diesen Zweck bereits 200 Taler hinterließ. Umgesetzt wurde die Idee durch seinen Nachfolger Wilhelm Conrad Giesen. Am 20. Januar 1871 wurde der Grundstein zum Bau eines Kranken – und Armenhauses gelegt. Die Finanzierung in Höhe von 33.200 Mark wurde gesichert durch zahlreiche Schenkungen, wobei die Stiftung von Katharina Essers in Höhe von 7.000 Talern im Jahre 1865 wohl hervorzuheben ist – der Name des Krankenhauses bezog sich also auf diese Stifterin. Am 7. Oktober 1872 wurde der Neubau eingeweiht; Betreuung der Kranken übernahmen die Ordensschwestern vom Orden der „Armen Dienstmägde Jesu Christi “ aus dem Mutterhaus in Dernbach, die erst 1986 ihren endgültigen Abschied nahmen; noch 1976 wirkten 13 Dernbacher Schwestern im Krankenhaus. Vier von ihnen waren Stationsleiterinnen, die anderen arbeiteten im Operationssaal, der Apotheke, der Hauswirtschaft, in der Schwesternschule und in der Röntgenabteilung.

2007 wurde das Krankenhaus aus dem Kirchenvermögen ausgegliedert und an eine Gemeinnützige GmbH übertragen, dessen einziger Gesellschafter die Pfarrgemeinde war; die GmbH beschloss bereits am 5. Juni desselben Jahres den Verkauf des Katharinen-Hospitals an die Augustinus-Kliniken in Neuss. Im Oktober 2013 gab der Aufsichtsrat der Augustinus-Kliniken bekannt, das Katharinen-Hospital schließen zu wollen, was dann auch Mitte 2014 geschah.