Von der Gefahrgutübung zum Realeinsatz

Feuerwehrauto Einsatz

Am Mittwochabend übten einige Kameraden des Löschzuges Schiefbahn im Rahmen einer jährlich vorgeschriebenen Unterweisung den Umgang und Einsatz mit dem Chemikalienschutzanzug, während andere Kameraden im Umgang mit der neuen Wärmebildkamera unterwiesen wurden. Passenderweise folgte der Übung dann gegen 20:18 Uhr die Realität. Der Löschzug Schiefbahn wurde zusammen mit dem Gerätewagen Gefahrgut aus Willich und dem Einsatzleitwagen aus Anrath zur Römerstraße in Schiefbahn alarmiert. Nach Angaben eines Passanten sollte aus einem dort abgestellten Sattelzug vom Auflieger eine unbekannte Flüssigkeit auslaufen.

Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte wurde der Inhalt des Aufliegers in Augenschein genommen sowie die austretende Flüssigkeit auf ihre Gefährlichkeit hin überprüft; zwischenzeitlich konnte der Fahrzeughalter durch die Polizei kontaktiert und der Fahrer ausfindig gemacht werden. Dieser bestätigte die bereits getätigte Vermutung der Einsatzkräfte vor Ort.

Bei dem Inhalt des Sattelaufliegers, welcher zudem als landwirtschaftliches Fahrzeug mit entsprechenden Logos deklariert war, handelte es sich um Zuckerrübenschnitzel, aus welchen der Gärsaft entwich und entsprechend von der Ladefläche auslief. Demnach handelte es sich bei der unbekannten Flüssigkeit um ein Naturprodukt und stellte somit keine Gefahr für die Umwelt und für Personen dar, so der vor Ort anwesende Pressesprecher Bernd Ihlenfeld.

Ebenfalls anwesend war Bürgermeister Josef Heyes, welcher sich vor Ort informierte.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr inklusive dem mitalarmierten Rettungswagen konnten nach und nach wieder einrücken; der Einsatz war für den Löschzug Schiefbahn um 21:15 Uhr beendet.