Die regelmäßige Bodenbearbeitung ist eine wichtige Voraussetzung für gute Spielmöglichkeiten über das ganze Jahr – deswegen haben die Greenkeeper auf der Willicher Golfanlage Duvenhof gerade viel Arbeit auf den beiden Plätzen.

Der Pflegeplan für das Jahr 2019 hat als Ziele die Förderung der „feinen Gräser“ und die weitere Erhöhung ihres Anteils an der Rasenfläche der Grüns insgesamt. „So möchten wir eine möglichst gleichbleibende, sportlich anspruchsvolle Putt-Fläche erreichen“, schildert Michael Kerkhoff, Geschäftsführer der Golfsport Willich GmbH, das Ziel. Außerdem sollen die Ressourcen Wasser, Dünger und Pflanzenschutz sowie Kraftstoff für die Pflegefahrzeuge sparsam verwendet werden.

Weniger Rasenfilz

Wichtig ist gerade im Herbst die „Aerifizierung“ – die Belüftung – der Grüns und Faiways, erklärt Headgreenkeeper Andrew Buck: Dabei wird derzeit der Boden zuerst mit einer Walze mit sog. „Hohlspoons“ bearbeitet. Diese stachelartigen, hohlen Metallstifte ziehen Bodenzapfen aus der Erde. Danach wird Sand über eine Art Streuwagen auf den Flächen verteilt und mit einem Netz in den Boden eingearbeitet. „So kann Luft an die Wurzeln des Rasens dringen und das Wasser wird besser nach unten abgeleitet, damit keine Staunässe entsteht“, erklärt Buck. Auch die Bildung von Rasenfilz wird reduziert.

Mitte bis Ende Oktober kommt der zweite Schritt: Dann wird der Boden mit Vollspoons (Durchmesser 10 bis 12 mm, Länge 300 mm) aufgestochen und noch einmal weiter in die Tiefe belüftet. „Dann hoffen wir auf Frost im Winter als natürlichen Helfer: Die Kälte dringt in den Boden ein und bricht ihn auf. Damit wird er im nächsten Jahr lockerer und das Wasser kann noch besser in den Boden versickern“, so Buck.

Blumenwiesen entlang der Golfbahnen

Der trockene Sommer hat die Rasenflächen nicht massiv geschädigt, sondern die Qualität konnte über regelmäßige Bewässerung erhalten bleiben. Da die Golfanlage Duvenhof in ihrer Struktur mit verschiedenen Hanglagen / Neigungen ausgearbeitet ist, mussten die Greenkeeper darauf achten, dass sich das Wasser nicht in den Vertiefungen staute, „teils haben wir von Hand bewässert“, so Buck. Im jüngsten Experten-Gutachten (Ende August) wurde festgestellt, dass Abschläge insgesamt in einem guten Zustand für diesen Zeitpunkt im Jahr waren.

Zufrieden ist er mit dem Verlauf des Pilotprojektes zur Anlage von Blumenwiesen entlang der Bahnen: Die ausgesäten Mischungen aus heimischen Blumen und Grad seien gut angegangen. Die abgestorbenen Pflanzen würden jetzt abgemäht, „im nächsten Jahr wird es sicher noch schöner blühen“, erwartet Buck.