Der Sand lockert den Boden auf und später kann dann wieder auf hohem Niveau Golf gespielt werden. Foto: Golfsport Willich GmbH

„Für uns hat es oberste Priorität, dass wir uns an die Auflagen der Behörden halten, um unseren Teil dazu beizutragen, dass die Corona-Pandemie möglichst schnell und mit möglichst wenigen Todesfällen beendet werden kann“ – das betont Michael Kerkhoff, der Geschäftsführer der Golfsport Willich GmbH. Dazu gehört selbstverständlich, dass der Spiel- und Übungsbetrieb auf der Golfanlage Duvenhof bis auf weiteres komplett eingestellt ist.

Auf der anderen Seite gilt es für die Greenkeeper jedoch, dass die Anlage auf eine möglichst baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorbereitet wird, um die Qualität der beiden Golfplätze zu erhalten.

„Aktuell sind alle Greenkeeper mit den Pflegearbeiten, die regelmäßig im Frühjahr stattfinden, beschäftigt und arbeiten regulär ohne Kurzarbeit“, beschreibt Michael Kerkhoff. Dabei seien alle Mitarbeiter angehalten, die Hygienevorgaben strikt einzuhalten und bei Gesprächen den Abstand zu wahren. „Viele der Arbeiten werden maschinell und immer nur von einem Mitarbeiter ausgeführt“, erläutert Kerkhoff.

Die Tatsache, dass momentan kein Spielbetrieb stattfinde, sei für die Arbeiten eher förderlich. Es könne effektiver gearbeitet werden. Nach dem trockenen Sommer 2019 sowie dem nassen und frostfreien Herbst / Winter sei eine gründliche Arbeit auf Grüns und Fairways erforderlich.

Der nasse Herbst hat zu einer Bodenverdichtung geführt, der jetzt entgegengewirkt wird. Wichtig ist es, dass die Grüns und Fairways gründlich durchlüftet werden. „Uns haben – wie auch den Landwirten – Frostperioden gefehlt. Dadurch wurde die Erde nicht auf natürlichem Weg aufgebrochen“, erklärt Michael Kerkhoff. Daher werden die Flächen gründlich aerifiziert: Das bedeutet, dass im ersten Schritt eine große Rolle mit „spoons“ (Stacheln) über die Bahnen geführt wird und ca. fünf bis neun Zentimeter tiefe Löcher in den Rasen bohrt.

Dann wird „gesandet“ und der Sand mit Netzen eingearbeitet. Im nächsten Schritt wird nachgesät – mit speziellen Rasensorten, die für den Golfplatz-Betrieb entwickelt wurden. „Das macht nur im Frühjahr Sinn, wenn die Temperaturen dauerhaft um die zehn Grad und höher liegen. Dann keimt das Saatgut“, so Kerkhoff. Außerdem ist jetzt wieder das regelmäßige Rasenmähen erforderlich, damit langfristig optimales Spiel möglich ist.

Schön ist es, die Biotop-Flächen auf der Golfanlage zu beobachten: Fauna und Flora entwickeln sich gut – mit vielen seltenen Pflanzenarten, die sich im Lauf der Jahre dort ausgesät haben. Auch die Blühwiesen für Insekten, die im vergangenen Jahr als Test angelegt worden waren, werden beibehalten.

Michael Baldringer, der Leiter der Golf Academy MB, arbeitet daran, die Golfer über Trainingsvideos mit geeigneten Übungen zu versorgen. So können sie ihre Beweglichkeit auch zuhause erhalten.