Foto: Stadt Willich

Eigentlich sollte im Frühjahr dieses Jahres groß und gemeinsam Einweihung gefeiert werden – aber auch hier hat die Pandemie die Pläne durchkreuzt: In der seit November letzten Jahres am Frienendorfweg laufende Waldorf-Großtagespflege „Morgensternchen“ werden in einem wunderschön gestalteten, zwischen Feldern liegenden Haus in liebevoller und familiärer Atmosphäre neun Kinder im Alter von einem bis drei Jahren betreut.

Hier kann jedes Kind den individuellen Interessen entsprechend mit allen Sinnen die Umwelt begreifen und erleben. Träger ist der Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik, Eigentümer des Hauses ist die Willicher Familie Nossol, konkret Beata und Gregor Nossol aus Willich. Entstanden ist die Einrichtung in Kooperation mit dem Betrieb Tagesbetreuung für Kinder im Geschäftsbereich „Jugend“ der Stadt Willich.

Dort ist man von der Zusammenarbeit sehr angetan: „Die Zusammenarbeit  mit dem Träger war wirklich sehr positiv: Familie Nossol hat ebenso wie auch der Träger mit viel Hingabe und Engagement die Räume in Absprache mit dem uns und der Fachberatung liebevoll hergerichtet – sogar ein gemütlicher Wintergarten wurde angebaut“, so Nadine Brück vom Geschäftsbereich Jugend.

Das Ganze wurde vom Start weg gut angenommen: Seit der Eröffnung im November sind eigentlich alle Plätze belegt. Bis zu maximal neun Kinder werden gleichzeitig von zwei, maximal drei Kindertagespflegepersonen betreut: Der Ansatz ist darauf ausgerichtet, jedes Kind den individuellen Interessen entsprechend mit allen Sinnen die Umwelt begreifen und erleben zu lassen. Täglich gibt’s ein gemeinsam aus Biozutaten zubereitetes Frühstück, die Natur bei jedem Wetter im großen Garten oder auf gemeinsamen Spaziergängen erlebt, fantasievolle Spielerfahrungen mit Freunden und Spielsachen aus Natur-Materialien bilden einen Schwerpunkt, und nach dem einem gemeinsamen  vegetarischen Essen, haben die Kinder die Möglichkeit zu schlafen, bevor sie nach einer gemütlichen Freispielzeit abgeholt werden. Außerdem werden gemeinsam Lieder gesungen, Geschichten erzählt und vorgelesen, künstlerische Aktivitäten erlebt und mit viel Freude die Jahresfeste vorbereitet und gefeiert. Brück: „Jedem Kind werden Zeit und Umfeld für die individuelle Entwicklung Nadine Brück gegeben und die persönliche Zuordnung zu einer festen Kindertagespflegeperson stärkt das Vertrauensverhältnis und die persönliche Entwicklung der Kleinen.“