Merlin_Praetor
Fotos: Horst Wiedemann

Mit aggressiveren, infektiöseren Coronavirusvarianten stecken sich auch vermehrt Kinder an – mitunter so stark, dass auch ihnen ein Gang ins Krankenhaus nicht erspart bleibt. Die Ratsfraktion der Willicher GRÜNEN hat einen Antrag gestellt, dass die Stadt sogenannte UVC-Luftreinigungsgeräte für alle Kindertageseinrichtungen und Grundschulen beschafft.

„Gerade in den Tageseinrichtungen ist die Daueröffnung von Türen und Fenstern schwer durchzuhalten. Die Rückkehr der Kinder in die Kitas und der Beginn des neuen Präsenz-Schuljahres verlangen einen noch konsequenteren Gesundheitsschutz. Aus unserer Sicht muss alles getan werden, um zu verhindern, dass Kita und Schule zu Hotspots von Virusvarianten im Herbst werden“, so Merlin Praetor, Ratsherr der GRÜNEN und Vorsitzender im Schulausschuss.

Nach Auffassung der GRÜNEN soll die Stadt wegen der Kosten bei den nicht-kommunalen Trägern Informationen einholen, ob hier eigene Zuschuss- und Fördermittel genutzt werden können. Für die Beträge, die nicht durch Zuschüsse gedeckt sind, soll die Stadt die üblichen Abschreibungszeiträume für die Geräte in ihrem Haushalt nutzen. In Ergänzung der entsprechenden Vorlage im nächsten Haupt- und Finanzausschuss ergeben sich stemmbare Mehrkosten bei Investitionen und Unterhalt. In höheren Stufen des Bildungssystems greifen stärkere Präventionsmaßnahmen mit regelmäßigen Tests unter Aufsicht, medizinischen Masken und Impfangeboten, auf die die GRÜNEN grundsätzlich vertrauen.

Praetor dazu: „Wir bekommen alle mit, wie im Besonderen Kindergartenkinder und Schülerinnen und Schüler gelitten haben. Auch in unserer Stadt lebt nicht jedes Kind so, dass es bei restriktiven Coronamaßnahmen entwicklungsgerecht spielen bzw. lernen kann.“ Die Fachpolitiker der GRÜNEN im Schul- und im Jugendhilfeausschuss, Bernhard Fleischer und Dr. Sabrina Keil, ergänzen: „Wir müssen alles für die Offenhaltung der Einrichtungen tun. Wir hoffen, dass die Maßnahme bis zum Herbst, spätestens zum Winter durchgeführt wird. Die richtigen Beschlüsse müssen jetzt her, damit wir in die Ausschreibung gehen können. Zu spät aktiv zu werden kann sich am Ende als fatal erweisen. Das wissen wir aus dem letzten Jahr und anderen Ländern.“