Regionbahn Willich

Schon in den 90ern waren die Willicher GRÜNEN die Ersten, die sich für eine Verlängerung der S28 von Kaarst über Schiefbahn und Neersen nach Viersen aussprachen. Jetzt droht das Projekt zu scheitern, ungeachtet der positiven Gutachten.

Wie auch die anderen Ortsverbände im Kreis und der Kreisverband Viersen, betrachten die Willicher GRÜNEN den mutmaßlichen Versuch der Stadt Mönchengladbach per Flächennutzungs- und Bebauungsplan eine Teilentwidmung der Trasse, die für die S28 gedacht war, vorzunehmen, mit Argwohn. Sollten die Pläne, einen Kilometer dieser Trasse für den Radschnellweg herzugeben, umgesetzt werden, wäre das aus Sicht der Willicher GRÜNEN das Ende der S28-Verlängerung.

Die Parteivorsitzenden der Willicher GRÜNEN, Claudia Poetsch und Merlin Praetor: „Wir unterstützen ausdrücklich den offenen Brief zur S28-Verlängerung von Pro Bahn und dem Verkehrsclub Deutschland, der in der letzten Woche an alle betroffenen Kommunen, Firmen und Institutionen gesendet wurde. Er stellt die Vorteile der Verlängerung der Strecke heraus und weist ausdrücklich darauf hin, dass Mönchengladbach die Entwidmung der Trasse vorantreibt.“

Poetsch: „Wir Grüne sind absolut für den Radschnellweg, doch darf ein sinnvolles Mobilitäts- und Umweltprojekt nicht das andere verhindern“. Praetor geht noch weiter, indem er sagt: „Wenn für den Radschnellweg die Verlängerung der S28 geopfert werden sollte, dann muss sich Mönchengladbach wirklich fragen, ob es den Klimawandel und die Verkehrswende ernst nimmt. Zumal auch viele Bürgerinnen und Bürger Mönchengladbachs von der S28 profitieren würden.“

Der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Rat der Stadt Willich ist sich mit Reiner Neuss, Sprecher der Kreisarbeitsgemeinschaft Verkehr der GRÜNEN, einig: „Die Bauleitpläne beziehen sich auf den geplanten Radschnellweg von Krefeld über Willich nach Mönchengladbach, der auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen diesen Städten verlaufen soll. Diese Trasse verläuft im Grenzgebiet zwischen Willich und Mönchengladbach etwa für einen Kilometer exakt auf der Trasse der S28“.

Winterbach weiter: „Wir kennen das Gutachten vom Sommer 2020 sehr genau, aus dem hervorgeht hervor, dass sowohl Radschnellweg und S28 parallel auf die Trasse passen.“