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Der Willicher Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisiert den Beschluss des Kohleausstiegs bis 2038. Wie die Fridays-for-Future-Bewegung, halten die GRÜNEN einen Kohleausstieg bis 2030 notwendig. Parteivorsitzender Merlin Praetor erklärt hierzu: „Wenn wir die Klimaziele von Paris ernst nehmen und die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad begrenzen wollen, müssen wir schnellstmöglich die ineffizienten Kohlekraftwerke abschalten“. „Wer unserer Generation ein halbwegs überlebbares Klima hinterlassen will, muss ab 2030 weitgehend auf CO2-neutral umschalten. Drecksschleudern wie Braunkohlekraftwerke gehören eher heute als morgen abgeschaltet.“ So Ruben Wippermann als Vorsitzender der Grünen Jugend.

Die Forderung eines schnellen Ausstiegs aus der Kohleverstromung kommt ebenfalls aus der Wissenschaft. Selbst Vertreter der Kohlekommission, sehen seitens der CDU/SPD-Bundesregierung einen Rückzieher vom sogenannten Kohlekompromiss.

Weiter wird darauf verwiesen, dass durch den schnellen Zubau von Photovoltaik- und Windenergieanlagen, das Betreiben von Kohlekraftwerken nicht mehr wirtschaftlich ist. Eine Knappheit in der Stromversorgung ist nicht zu erwarten. Es gelangen allein durch die Braunkohlekraftwerke nach Angaben des Umweltbundesamtes jährlich rund 2,5 Mio. Tonnen Feinstaub und mehrere Tonnen der Giftstoffe Arsen, Blei und Quecksilber in die Umwelt, mit den entsprechenden gesundheitlichen Risiken.

Aus Sicht von Fridays-for-Future, muss die Willicher Kommunalpolitik erklären, wie sie das Ziel der CO2-Neutralität in der Global-Nachhaltigen-Kommune Willich erreichen will. Der GRÜNE Fraktionsvize Christian Winterbach hierzu: „In der Tat sind wir hier, was die Beschlusslage betrifft, noch zu unkonkret. Seitens der GRÜNEN arbeiten wir aber mit Hochdruck an ersten Vorschlägen, um schnell einen signifikanten Beitrag zur CO2-Reduktion in Willich leiten zu können.“ Für die GRÜNE Bürgermeisterkandidatin Claudia Poetsch ist klar, dass das Ziel eines CO2-neutralen Willich 2030 machbar ist, wenn man 2020 die entsprechenden Weichen stellt. „Jetzt schon von späteren Zielen wie 2040 oder gar 2050 zu reden ist inakzeptabel“ so Poetsch.