Bernd-Dieter Röhrscheind wurde im Oktober 2019 das Bundeserdienstkreuz verliehen. Foto: Kreis Viersen

Der 1946 in Kassel gebo­rene Bernd-­Dieter Röhr­scheid kam mit seinen Eltern 1955 nach Schief­bahn. Hier besuchte er die Evangelische Volks­schule, anschließend er­folgte eine Ausbildung zum Starkstromelektriker bei den Deutschen Edel­stahlwerken in Krefeld.

Nach dem Wehrdienst holte er das Abitur nach und studierte in Bochum auf Lehramt Sport, Politik und Sozialwissenschaf­ten. Von 1977 bis 2012 war er Lehrer am St. Bernhard­Gymnasium für Sport und Sozial­wissenschaften. Bernd­-Dieter Röhrscheid ist seit 1973 mit seiner Frau Christa verheiratet und hat drei Kinder.

ERINNERUNG BEWAHREN

Viele Jahre lang betreute er die Schülerinitiative „Gegen das Verges­sen – Stolpersteine in Willich“. Im Frühjahr 2011 entstand die Idee, sich mit dem Kölner Künstler Gunter Demnig in Verbindung zu setzen und von ihm an den letzten Wohnorten der Willicher Juden sogenannte „Stolpersteine“ legen zu lassen. Bis Ende 2016 wurden im ganzen Stadtgebiet 74 Stolpersteine gelegt. Gemeinsam mit Stadt­archivar Udo Holzenthal hat er auch eine Geschichte der jüdischen Mitbürger in Willich veröffentlicht.

FÜR ANDERE AKTIV

In seiner Freizeit ist Röhrscheid vor allem sportlich aktiv. Zwischen 1958 und 1968 war er aktiver Leichtathlet und später Handballer beim TV Schiefbahn. Er ist staatlich geprüfter Ski­ und Tennislehrer und gründete in dieser Funktion im Gymnasium eine Schultennis­ Mannschaft, die 1994 westdeutscher Meister wurde. Daneben widmet er sich der Familienforschung. Im Zusammenhang mit seinem Einsatz für leukämiekranke Menschen rief er eine Typi­sierungsaktion ins Leben, bei der es zu mehr als 2000 Typisierungen und 100.000 € Spenden kam (Gründung Verein „StaR e.V. Stamm­zellspende Rheinland“).

Bernd-­Dieter Röhrscheid begann seine politische Laufbahn 1970 bei der SPD. Er war von 1984 bis 2020 Mitglied im Rat der Stadt Willich, lange Zeit auch als Fraktionsvorsitzender.