Der Willicher Karl-Heinz Bohn („Kalla“) wurde 1935 geboren. Er wohnte mit Familie in einem Haus an der Martin-Rieffert-Straße. Er ist mit seiner Frau Lucretia seit 1963 verheiratet, hat zwei Kinder (Guido und Lucretia), Schwiegerkinder und zwei Enkel. Der gelernte Maschinenschlosser war 50 Jahre im Kraftfahrzeugverkauf tätig und ist in seiner Freizeit „Vollblut-Hobbymusiker“. Viele Jahre spielte er Schlagzeug in der Tanzkapelle „Die flotten Drei“. Heute noch ist er Trommler im Tambour-Korps Germania Willich. Dazu spielt er bei den Original Flöthbachtaler Musikanten in Anrath.

BEGEISTERTER SCHÜTZENMUSIKER

1950 ist er bei Germania eingetreten und ist seit dem Mitglied im Allgemeinen Schützenverein 1886 Willich e.V. Zum ersten Mal spielte er mit Germania 1951 beim Willicher Schützenfest. Seitdem ist er eigentlich der „Vater der Kompanie“ und wird von den Schützen und Musikkollegen liebevoll „Käpt ́n“ genannt. Karl-Heinz Bohn gehörte 2020 mit seiner 70-jährigen Mitgliedschaft im ASV zu den Jubilaren.

„Es gab eigentlich viele Höhepunkte in meiner musikalischen Laufbahn“, meint der „Käpt’n“, aber einen besonders schönen Höhepunkt habe es beim großen Schützenfest in Neuss gegeben: Damals durfte er als Trommler mit Germania und der Kölner Polizeikapelle den „Großen Zapfenstreich“ spielen.

„Alle Schützenfeste in unserer Region sind eigentlich schön“, berichtet Karl-Heinz Bohn und meint: „Jeder Verein, ob groß oder klein gibt sich viel Mühe und das ist einfach schön. Klar, als Willicher ist das Fest hier beim ASV immer ein Highlight“.

Bei Germania war er 36 Jahre Vorsitzender, ist jetzt Ehrenvorsitzender und heute noch Ausbilder der Trommler. „Es macht mir einfach viel Spaß mit den jungen Leuten zusammen Musik zu machen“, meint der 86-jährige und hofft, dass er als „Käpt ́n“ bald wieder mit Germania und den Schützen durchs Dorf ziehen kann.