Willicher Leon Brooks etabliert sich in der Musikwelt

Leon-Brooks_Studio
Foto: privat

Mittlerweile steht er bei dem Label WePlay/Tonspiel in einem Künstlerportfolio mit Leuten wie Moguai oder Hugel, der den Sommerhit „Bella Ciao“ von El Professor landete, und hat gerade seine dritte eigene Produktion veröffentlicht: Der Willicher Produzent und DJ Leon Brooks (21 Jahre) ist einen großen Karriere-Schritt weiter gekommen.

Mit seiner dritten Veröffentlichung – dem Remix „Moon“ mit Nathaniel – hat er dessen exklusiven Deutschland-Remix produziert. Obwohl es noch zwei weitere Remixe auf dem Markt gibt, ist der von Leon Brooks der erfolgreichste. Außerdem ist er mit seinen Produktionen schon auf mehreren Compilations vertreten und hat sich bei Veranstaltungen als DJ einen guten Namen gemacht.

Leon Brooks – der eigentlich Niclas Leon Oeldemann heißt und in Wekeln wohnt – hat eine klare Vorstellung von seiner Zukunft: Er möchte Musik machen – sein Stil ist Dance und Deep House. Dabei geht es im nicht um ein einzelnes Instrument, sondern um den ganzen Ansatz: Er möchte als Produzent arbeiten, zusammen mit anderen Leuten Songs von Beginn an erarbeiten – und gerne bis dahin kommen, wo heute ein David Guetta, die Chainsmokers oder Marshmallow stehen, aber „ich will nicht kopieren, sondern Musik auf meine Art machen“, betont er.

Bereits in frühen Jahren begonnen

Angefangen hatte alles im Alter von acht Jahren, als Niclas in einer kleinen Neersener Musikschule Schlagzeug gelernt hat, „das hat Mega-Spaß gemacht und ich habe schnell gelernt“, erzählt er. Danach ging es natürlich um das Thema einer eigenen Band – er spielte als Zwölfjähriger in einer Band mit Leuten im Alter von 16 bis 21 Jahren und dann kamen schon Gigs auf Stadtfesten wie „Kaarst Total“. Das Schlagzeug reichte dem damaligen Teenager nicht, „ich wollte mehr machen. Die Produzenten-Ebene ist noch mal anders. Da ging für mich mehr, hatte ich das Gefühl“. Dann kam er zur elektronischen Musik mit Dance und Deep House, lernte als etwa 16-Jähriger einen DJ kennen und schaffte das erste DJ-Pult an. Heute arbeitet er in einem gut ausgestatteten Studio, das er nach eigenen Vorstellungen aufgebaut hat. Um das zu finanzieren, hat er in den Anfängen nicht nur als DJ aufgelegt, sondern an einer Tankstelle gearbeitet oder Pakete geschleppt, „ich weiß, wie mies es sein kann, einen Euro zu verdienen“ – und genau deswegen möchte er „bei seinem Ding“ bleiben. Keyboard, Bass und Gitarre hat er sich selber beigebracht, sodass er schon eigene Elemente in die Produktionen einarbeiten kann.

Eigene Party-Reihe gestartet

Im ersten Halbjahr 2018 hat er schon einige gute Jobs als DJ gemacht – sei es, dass er bei den Veranstaltungen rund um Rock am Ring, in Renesse oder im italienischen Garda aufgelegt hat. Nichtsdestotrotz sieht er seinen persönlichen Schwerpunkt bei dem Thema „Songs produzieren“. Außerdem entwickeln sich gerade weitere Ansätze: Mit seinem Projekt „Leon Brooks“ startete er am 10. August in Mönchengladbach eine eigene Party-Reihe unter dem Namen „Bottles up“, außerdem arbeitet er mit dem Werbering zusammen, „wir möchten in Willich für junge Leute etwas auf die Beine stellen“, beschreibt er. Der erste Schritt: Es wird beim diesjährigen CityFest am Samstagabend eine DJ-Session mit verschiedenen Künstlern geben, mit denen Leon zusammen arbeitet, „dabei wird es auch Live-Gesang geben, das wird eine schöne Sache“.

Überhaupt ist das Thema „gute Stimmen und Gesang“ für Leon Brooks wichtig: Er sei ein „Stimmen-Fanatiker“ und immer auf der Suche nach Talenten, die er in die Produktionen integrieren könne, aber da habe er als Anfänger kaum Kontakte gehabt. Das baut sich jetzt auf. Ein Glücksgriff sei es zum Beispiel gewesen, dass er Mikio Gruschinske kennen gelernt hat, der für ihn den Vertrag mit dem Label WePlay/Tonspiel entwickelte. Wie das Ganze weiter gehen wird, weiß der 21-Jährige im Moment noch nicht zu 100 Prozent. Aber er wird in den nächsten Wochen und Monaten weiter an seinen Produktionen und Veranstaltungen arbeiten – wir werden also noch einiges von ihm hören.

Leon Brooks ist auf den bekannten Musik- und Streaming-Plattformen sowie bei Facebook und Instagram zu finden.