Dass in den Gewerbegebieten der Stadt – natürlich vor allem in Münchheide und im Stahlwerk Becker – in den letzten Jahrzehnten diverse Firmen aus Fernost mit Niederlassungen ihr deutsches und so oft ihr europäisches Zuhause gefunden haben, ist unter anderem für das Wachsen der Stadt und ihr finanzielles Standing ein wesentlicher Faktor:

Allein mehr als 30 japanische Unternehmen sind inzwischen in Willich „zweitbeheimatet“. Was ja auch dazu geführt hat, dass es in der Stadt einen „Japan-Club Willich“ gibt und die Stadt zu Marugame in Westjapan freundschaftliche Beziehungen unterhält.

Das Team der Wirtschaftsförderung um Geschäftsbereichsleiter Christian Hehnen hat darum die Idee entwickelt, mit einem „Japan-Desk“ diesen Firmen eine noch direktere Betreuung an die Hand zu geben: Hier werden die Firmen aus dem Land der aufgehenden Sonne von Birgit von Billerbeck, japanisch sprechende und interkulturell erfahrene Mitarbeiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, betreut. Hehnen: „Die Firmen haben so eine erste Ansprechpartnerin bei allen generellen Fragen rund um den Standort, aber eben auch mehr als das: beispielsweise können auch Erweiterungswünsche oder Ansiedlungsvorhaben so auf direktem Wege und ohne eventuelle Sprachbarrieren kommuniziert werden.“

Birgit von Billerbeck ergänzt, dass „das Japan-Desk zum Beispiel auch bei Visa-Fragen oder bei der Einbindung in deutsch-japanische Netzwerke gerne angesprochen werden kann – wir stehen gerne unterstützend zur Seite.“

Um das Angebot ein wenig bekannter zu machen, hat man auch einen (nicht wirklich überraschend) zweisprachigen Flyer entwickelt, der gezielt verteilt werden soll und das Angebot unter anderen in den betreffenden Firmen „vor Ort“ auch den Belegschaften japanischer Firmen näherbringen soll. „Wir freuen uns auf jede Anfrage“, so verspricht von Billerbeck, um potentielle Anrufer schon einmal japanisch „willkommen“ zu heißen: „Yôkoso!“