Würdevoller Ort für Urnen

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Noch prägen Schaufel und Kleinbagger die Szenerie, aber das Kolumbarium auf dem Willicher Friedhof nimmt samt schöner Umgebung langsam Gestalt an: Im Frühjahr ist das eigentliche Kolumbarium links hinter der Kapelle errichtet worden. Es umfasst 30 Kammern, je zwei Urnen können pro Kammer platziert werden.

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und leitet sich aus „Columbarium“ für „Taubenschlag“ ab. Das Kolumbarium – seit den 90er Jahren werden in Deutschland wieder vermehrt Kolumbarien gebaut und zur Urnenbestattung genutzt – hat eine lange Geschichte: altrömische Grabkammern mit in Reihe und auch übereinander angeordneten Nischen zur Aufnahme von Urnen nach Feuerbestattungen wurden in Rom schon im ersten Jahrhundert nach Christus genutzt. In südlichen Ländern sind Kolumbarien schon lange Teil der Begräbniskultur.

Auch in Willich wurde angesichts entsprechender Nachfragen und zunehmendem Trend zur Feuerbestattung nun die Möglichkeit dieser weniger Raum verbrauchenden Bestattungsform einer Urne in einem Kolumbarium geschaffen: Die Friedhofskultur ändert sich halt. Da kann es unter anderem auch ein Vorteil sein, dass keine Grabpflege anfällt: Fakt ist, dass immer mehr Gräber nicht mehr von den Angehörigen gepflegt oder auch nur besucht werden.

Ansprechpartner bei Interesse an einem entsprechenden Kolumbarium ist bei der Stadt übrigens Michaela Schillberg von den Gemeinschaftsbetrieben Willich (0 21 56 – 949 503).